Noten lesen lernen
Notensystem, Stammtöne, Notenschlüssel und Merkhilfen einfach erklärt
Mit diesem Beitrag lernst du Noten lesen: Du erfährst, wie das Notensystem aufgebaut ist, wo die Stammtöne liegen und wie sich Violin- und Bassschlüssel unterscheiden. Dazu kommen Merkhilfen, kostenlose PDFs und ein Video.
Das Notensystem
Notenschrift beschreibt vor allem zwei Dinge: wie hoch ein Ton klingt und wie lange. Die Grundlage sind fünf waagrechte Notenlinien, die von unten nach oben gezählt werden. Die Noten stehen auf den Linien oder in den Zwischenräumen.
- 1
Notenschlüssel legt fest, welche Töne genau klingen.
- 2
Vorzeichen verändern bestimmte Töne um einen HTS.
- 3
Taktart legt fest, wie viele Noten- und Pausenwerte in einen Takt passen.
- 4
Note steht auf einer Linie oder in einem Zwischenraum.
- 5
Pause zeigt, wie lange kein Ton erklingt.
- 6
Hilfslinie erweitert die fünf Notenlinien nach oben oder unten.
- 7
Taktstrich teilt das Stück in kleinere Abschnitte.
- 8
Takt ist der Abschnitt zwischen zwei Taktstrichen.
Eine Einführung findest du im Video Das Notensystem.
Die Stammtöne
Unser Tonsystem hat zwölf verschiedene Töne, die sich immer wiederholen. Die sieben Töne auf den weißen Klaviertasten heißen Stammtöne: C, D, E, F, G, A und H. Im Violinschlüssel liegt das c’ auf der ersten Hilfslinie unter dem Notensystem, von dort geht es Schritt für Schritt nach oben.
Die Stammtöne auf der Klaviatur.
Dieselben Töne im Violinschlüssel.
Die Töne auf den schwarzen Tasten entstehen aus den Stammtönen, wenn du sie mit ♯ oder ♭ veränderst. Das erklären wir im Beitrag Vorzeichen in der Musik einfach erklärt.
Violinschlüssel und Bassschlüssel
Der Notenschlüssel bestimmt, welche Töne genau gemeint sind. Der Violinschlüssel ist für die höheren Töne zuständig, der Bassschlüssel für die tieferen.
Violinschlüssel
Er heißt auch G-Schlüssel, weil sein Bauch auf der zweiten Linie das g’ markiert. Alle anderen Töne zählst du von dort aus.
Bassschlüssel
Er heißt auch F-Schlüssel. Zwischen seinen beiden Punkten liegt auf der vierten Linie das f. Ihn nutzen tiefe Instrumente wie E-Bass oder Posaune und die linke Hand am Klavier.
Das c’ markiert den Übergang zwischen den beiden Schlüsseln. Im Bassschlüssel liegt es auf der ersten Hilfslinie oben, im Violinschlüssel auf der ersten Hilfslinie unten.
Mehr dazu findest du im Video Notenschlüssel und im Video Der Bassschlüssel.
Merkhilfen für die Zwischenräume
Die Noten in den Zwischenräumen kannst du dir von unten nach oben besonders leicht merken:
Violinschlüssel: Die Töne bilden das Wort „face“.
Bassschlüssel: Merksatz „All cows eat grass“.
Weitere Tipps gibt es im Video Schneller Noten lesen mit diesen einfachen Tricks.
Die Oktavlagen
Da sich die zwölf Töne in verschiedenen Tonhöhen wiederholen, gibt es Oktavlagen. Eine Oktavlage geht immer von C bis H, dann beginnt die nächste. Daran erkennst du auch, warum Noten mal groß, mal klein und mal mit Strichen geschrieben werden:
C bis H
c bis h
c’ bis h’
c’’ bis h’’
Eine Übersicht aller Lagen gibt es als PDF zu den Oktavlagen.
Halbton- und Ganztonschritte
Alle zwölf Töne haben denselben Abstand zu ihren Nachbarn. Das ist ein Halbtonschritt (HTS), der kleinste Tonabstand in der westlichen Musik. Ein Ganztonschritt (GTS) besteht aus zwei HTS. Auf dieser Grundlage baust du später Tonleitern und Intervalle.
Wie lange eine Note klingt, zeigt dir der Beitrag Noten- und Pausenwerte einfach erklärt.
Häufige Fragen zum Noten lesen
Wie viele Notenlinien gibt es?
Fünf. Sie werden von unten nach oben gezählt und können mit Hilfslinien erweitert werden.
Welche Note steht auf der zweiten Linie im Violinschlüssel?
Das g’. Der Bauch des Violinschlüssels markiert genau diesen Ton.
Wofür ist der Bassschlüssel da?
Für tiefere Töne, zum Beispiel beim E-Bass, bei der Posaune oder für die linke Hand am Klavier.
Gibt es eine Übersicht zum Ausdrucken?
Ja, bei unseren Musiktheorie PDFs findest du unter anderem die Klaviatur und die Oktavlagen. Weitere Erklärungen stehen bei unseren Musiktheorie-Beiträgen.
So geht’s weiter
Nimm dir am besten gleich ein paar Noten und benenne sie laut. Am Anfang darfst du ruhig von den Merkhilfen aus zählen.
Zum Üben passen die WORKSHEETS Basics. Ausführlich erklären wir die Notenschrift in unserem Buch.



